apache2

Der ist der wohl bekannteste und verbreitetste Webserver. Er läuft stabil und zuverlässig, und wer nicht gerade eine Beta Version installiert oder nicht-offizielle Patches einspielt sollte damit einen zuverlässigen Server haben.
Die Konkurrierenden Produkte, wie etwa ein lighthttpd oder haben zwar auch ihre Daseinsberechtigung, jedoch sind diese wohl für nur für spezielle Sonderfälle zu empfehlen. Wer einen Standard-Webserver benötigt um eine ‘normale’ Webseite zu betreiben, sollte wohl mit dem sehr gut fahren.
Die Konfiguration ist denkbar einfach, stringent und trotzdem flexibel. Durch zahlreiche Module kann dem Apache weitere Funktionalität hinzugefügt werden, wie etwa SSL oder Passwort-Authentifizierung.
Durch das Konzept der .htaccess-Datei können einzelne Unterverzeichnisse separat gesteuert werden und Einstellungen, wie etwa PHP-Umgebungsvariablen individuell gesetzt werden. Dies muss dann nicht aufwendig in der Serverkonfiguration erledigt werden, sondern kann eben per txt-file in einem Verzeichnis geschehen. Somit kann auch einem Webspace-user, der nur FTP-zugriff hat, die Möglichkeit der Konfiguration zugänglich gemacht werden.
Hierbei gilt zu beachten, dass “AllowOverride All” in der Konfiguration steht, da sonst die .htaccess-Datei ignoriert wird.
Weiterhin ist es möglich sogenanntes NameBasedHosting einzurichten. Hierbei entscheidet der Webserver anhand der Domain welcher VHost aktiv ist, nicht wie sonst üblich anhand der IP. Dadurch ist es möglich, auf einem Server mit nur einer IP mehrere Domains in verschiedene Verzeichnisse zu konfigurieren und somit mehrere Webseiten parallel auf diesem Server zu betreiben.
Die Standard-Konfiguration des Webservers ist für die meisten Fälle ausreichend und eine Anpassung ist nicht nötig. Für fortgeschrittene User empfiehlt sich jedoch, die ein oder andere Einstellung vorzunehmen, um etwa mehrere Verzeichnisse verwenden zu können.
Auch kann es sinnvoll sein, die Unterstützung der .htaccess-Datei zu deaktivieren. Dadurch wird dem Apache der Aufwand erspart, bei jedem Verzeichnis nach der Datei suchen zu müssen. Somit kann die Festplatte entlastet werden und der Webserver kann schneller Seiten ausliefern. Das ist jedoch feintuning und wie gesagt für die meisten User nicht nötig, und teilweise nicht sinnvoll, da eine .htaccess-Datei ja auch nützlich sein kann.

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