erster nginx Versuch – Erfahrungsbericht

Mein erster Versuch mit , wohl die einzige echte Konkurrenz zum Apache2 Webserver war wohl ein voller Erfolg und die Website läuft nun glücklich und zufrieden auf nginx mit php 5.4.
Dieses Ziel zu erreichen war allerdings auch nicht ganz so einfach: was tun, wenn die .htaccess Datei, die diverse rewrite regeln enthält einfach nicht mehr verwendet wird? wie kann man einen auth-basic Passwortschutz einrichten? Wie kann man denn eigentlich ein Verzeichnis sperren? Und kann die php-Datei eigentlich nicht gefunden werden, obwohl sie doch da ist?
All diese Daily-Business Anforderungen, die wir mit einem Apache auf Anhieb lösen können, und aus dem steh-greif Fehler beheben können, müssen wir wieder erneut zusammen-googeln… na super :-)
Tückisch war, dass im Unterverzeichnis /blog noch ein WordPress lief, welches aber offenbar beim testen nicht die größte Prio hatte. Als es dann live war, war der Blog natürlich nicht erreichbar, stattdessen wurde auf der Hauptseite eine 404-Fehlermeldung ausgegeben.
Frage also: Wie kann man jetz mit nginx in einem Unterverzeichnis eine entsprechende rewrite-regel erstellen?

Alles in allem kann man sagen, dass bei dieser Website, die noch nicht so wahnsinnig viele Besucher hat, der nginx seine Vorteile wohl nicht ausspielen kann. Angeblich soll er ja weniger Arbeitsspeicher verbrauchen und bei vielen zugriffen konstante Antwortzeiten bieten. Der gute kann aber bei den paar Besuchern ganz gut mithalten…

Daher ernsthaft die Frage, ob man sich’s antun will, stundenlang nach einer geeigneten Konfiguration zu googeln, diverse Vorschläge auszuprobieren um hinterher trotzdem nicht die Erfahrungswerte zu haben, die man bei der bisher eingesetzten Software hat. Interessant ist auch die regex-geschichte in den Locations: macht man einen Passwortschutz muss man echt aufpassen, dass man nicht aus versehen nur exakt das eine Verzeichnis gesperrt hat und alle Unterverzeichnisse nach wie vor einfach erreichbar sind. Solche Tücken sind ja durchaus normal und weitgehend akzeptiert, aber die vom Apache kenn ich inzwischen alle :-)

Mein Fazit also: Nginx kann Webseiten ausliefern. Apache allerdings auch. Solange es also meine Entscheidung ist, ob Apache oder Nginx wird wohl der Apache weiterhin meine Server beglücken. Sollte allerdings wieder jemand unbedingt dieser Mode-erscheinung verfallen sein und mich ausdrücklich um einen Nginx bitten – na dann – von mir aus kann er auch den haben.
Auf extremen Webseiten mit einigen Tausend zugriffen am Tag, die auf mehreren Servern verteilt sind und wo jede Milli-Sekunde zählt, mag sich ein Nginx vielleicht bezahlt machen – aber das Daily-Business ist es wohl für die wenigsten (ich bin ja auch kein Admin von Facebook :-))

Für die ‘kleineren’ Webseiten, die’s auf einige hundert Zugriffe täglich schaffen folgende Frage:
Lieber 3 Stunden Aufwand um auf nginx umzustellen oder für 200 € Arbeitsspeicher kaufen? Womit man wohl weniger Ärger hat?

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